DieWahrheit.eu Gonzojournalismus im Netz
6.25.2006
  Rookies für die Wahrheit (Teil 2)
"Wiedereinmal hat sich ein hoffnungsvolles Talent an die Wahrheit gewendet, um für seine gonzojournalistischen Ergüsse Hohn, Spott oder auch Lobpreisungen und Wohlwollen zu ernten", sagte die in ein rosa Designerkostüm gekleidete PR-Schlampe und verzog dabei lustvoll ihren Mund ,als ob sie soeben den Money-Shot aus dem Röhrensystem eines italienischen Starhengestes empfangen hätte. Ich schweife... Ihr urteilt. (raf)

Samstag Abend in einer Ostdeutschen Kleinstadt, Erfurt, die Stadt mit den durchdrehenden Schülern. Wenn man hier lebt ist der einzige Höhepunkt der Woche die, alle 7 Tage stattfindenden Konzertabende. Aber was ist was ich einen Höhepunkt nenne? ist es ein Höhe-Punkt oder nur ein weiterer Tag in meinem Leben den ich vergeude, umgeben von Langweilern und Gedankenlosen, verpackt in eine hübschere Schale? Kontrastprogramm zum Grau-in-Grau der vorangegangenen Woche, den folgenden Wochen. Mittlerweile genauso obligatorisch wie die zwanghaft individuelle“ Kleidung, die Musik und Interessen...
Du sitzt abwesend auf einem, mit rosa Plüsch überzogenem, Ledersofa. Du hörst halb den wirklich uninteressanten Gesprächen der Samtlappen um dich herum zu. Eine Gruppe Gruftschlampen fragt dich aus, du bist jetzt schon genervt obwohl du erst seit knapp einer halben Stunde hier bist. Wo kommst du genau her? Was machst du so? Was für Musik hörst du? Hast du eine Freundin? Sie interessieren dich nicht, du willst einen ruhigen Abend und nicht den Grundstein für potentielle spätere Beziehungen oder Kurzzeitkontakte legen.
Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass Menschen wirklich allen Ernstes auf so eine einfallslose und uninteressante Art mit mir reden wollen. Gut, ich habe damit gerechnet, dass es IRGENDWO jemanden gibt der so ist...aber nicht ca. 20 Leute an EINEM Abend in EINER Kneipe. Ich bin wohl in der Hölle gelandet. Großartig!
Ich nehme meine Seele bitte blutig dass es tropft und nicht mit Bier ablöschen ... Danke. Du versuchst nicht durchzudrehen und mit dem - natürlich - schwarzen Marmortisch auf die piepsstimmige Moralapostelin gegenüber einzudreschen. Aber die Vorstellung reizt dich doch. Alleine nach der Aussage von ihr, dass jeder Mensch der Schmerz genießt pervers ist, ihr die beschissene Tischkante in die dumm labernde Fresse zu prügeln bis du keinen Widerstand mehr spürst. Und der Boden, die Wände eine lebendige hellrote Farbe annehmen. hellrot...hell..Hell!
THIS IS FUCKING HELL!
Als ich wieder aufblicke und meine Gedanken so weit zurückschraube, dass ich das was mich umgibt wieder wahrnehme, bemerke ich, dass alle dabei sind los zu gehen. Ich nicke und zeige auf mein halb leeres Vanilla-/Cherrycoke & Wodka/Whiskey Mischgetränk und ziehe an meiner Zigarette solange bis ich beim besten Willen keine Luft mehr in die Lungen bekomme. Nach gezählten 30 und gefühlten 240 Sekunden entlässt meine vom Rauchen geschändete Lunge den mittlerweile kalten Rauch und ich höre das Blut in meinem Kopf rauschen. Es rauscht Synchron mit meinem Herzschlag. An meinen Schläfen vorbei. Wie eigentlich alles an mir vorbeirauscht.
Du greifst zum Aschenbecher ... schweres Metall ... in Form eines Drachen (HA-HA Klischee), grinst "Piepsi" an und wirfst ihr die jetzt fliegen könnende Fabelfigur vor den Kehlkopf. Röchelnd sackt sie in sich zusammen und starrt dich dabei an. Du lächelst. Aus deinem Mund fließt ein Satz: "Siehst du, ich kann doch lächeln und Schmerz ist nicht pervers ich sehe doch wie du es genießt, leb' wohl". Der Smiley vor deinem Gesicht verschwindet und die Szene langweilt dich.
Ich suche - wieder einmal - Halt in der Realität durch meine Zigarette zu finden. So angezündet, dass die Hitze des Feuerzeugs in meinen Augen brennt, katapultiert sie mich wieder in die reale Umgebung. Aufstehen, Jacke überziehen, bezahlen & mit Piepsi, den Jacob-Sisters in Schwarz/Pink und einer unbestimmten Anzahl Metallern/Punks/Hardcorern männlichen Geschlechts zu einem Konzert laufen.
Wer spielt hast du vergessen, du hoffst der Weg bis dahin ist nicht allzu weit und die Musik dort gefällt dir. Unterwegs lässt du dich weit zurück fallen und beobachtest die Szene.. ein schöner Blickwinkel: 4 hübsche Ärsche (Piepsi nicht einbezogen, dafür aber einer der Metaller.), umringt von mehreren fast im Gleichschritt marschierenden Springerstiefeln, wackeln im Takt zu den Schellen die bei jedem Schritt nervtötend bimmeln. Ich weiß, ich denke nur an Sex und Körperlichkeiten oder Gewalt ..NA UND? Was tun andere denn? Das Gleiche, sie schreiben es nur nicht auf.
Knapp 40 Grad. Ein alles durchdringender Schweißgeruch erfüllt die Halle. Die schwarze Masse Unterhaltungssüchtiger umringt dich und du beschließt einer von ihnen zu werden. Und wenn es nur für ein paar Stunden ist. Nachdem ich den 4 Ärschen mindestens eine halbe Stunde durch die Gegend verfolgt habe, erreicht der Convoy das Konzert. Neue Probleme treten auf...Wie verdammt sollst du den Eintritt bezahlen? Wovon betrinkst du dich? Wird dein Durst nach sinnloser Gewalt heute noch gestillt? Du willst exzessiv durch den Moshpit fliegen und ein paar Rippen brechen. Eigene. Bevor du fragen kannst hat dir eine der Jacob-Sisters schon den Eintrittsobulus in die Hand gedrückt. Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht trotzdem jeden einzelnen meiner anderen "Begleiter" nach Geld gefragt hätte. Das Ergebnis: Fast 20€ in der Tasche. Ausreichend, um das Konzert zu verlassen und dir genug Gras für einen schönen Abend mit Freund Cannabis zu finanzieren. Nein, du wirst heute nur mit Alkohol und kompletter Bewusstseinsausschaltung - bis du vergisst, wer du bist - durch den Pit treiben.
"Schmeckt dein Filter?" Madame von Pieps weißt mich darauf hin, dass ich meine Zigarette wohl schon zu lange im Mund habe und mir fällt auch der ungewohnte Geschmack von brennendem Plastik auf. Du nimmst die Zigarette aus dem Mund, willst sie auf den Boden werfen aber du entscheidest dich, sie in dem vor dir schwebendem Bierbecher mit einem Zischen zu entsorgen. Niemand hört das Zischen, aber du hörst das Stimmengewirr gemischt mit der Musik um dich herum.
Gerade, als ich realisiert habe, dass ich schon mitten in der Konzerthalle stehe, bewegt sich mein Aschenbecher in Richtung Pit. Hervorragend. Piepsi im Pit. Wenn das mal nicht nach Spaß klingt. Du grinst innerlich in dich hinein, spürst wie sich dein Herzschlag erhöht und du lässt dich auf den Takt ein. Er ist schnell, laut und unbarmherzig... deine Welt.
Noch bevor Madame le Piep den Pit erreicht trittst du ihr in die Kniekehle und als sie daraufhin leicht zusammenknickt tust du, als wenn du nichts bemerkt hast, so dass ihr Rücken deine Füße steift und du mit einem "ungewollten" letzten Schritt - bevor du "merkst" dass sie umgefallen ist - ihre rechte Schulter triffst. I found my victim for today in you.
Sie ist gar nicht hässlich, wenn man über die abrasierten Augenbrauen hinwegsieht und versucht sie sich nackt vorzustellen. Whatever, ich drehe mich nach links, überhole den Fußabtreter und zertrete den Plastikaschenbecher mit Bierfüllung, der wie durch ein Wunder bis zum Ende des Sturzes in ihrer Hand verweilte. Du bist heute ein richtiges Arschloch... Heute?
Bevor ich den Gedanken weiterdenken kann, stößt mich ein nackter, nasser, riesiger Rücken 3 Meter zurück und ich scheiße auf meine Gedanken. Jetzt wird gemoscht. Kippe in den Mund..."no one else only god can judge me"... ein letzter Blick wo sich Piepsi aufhält und meine Beine tragen mich unaufhaltsam auf sie zu. Das dachte ich jedenfalls.
Bevor ich sie erreiche landet ein Ellenbogen auf meiner Brust. Der Schmerz tut gut. Ich verliere meine Zigarette und beschließe, mich an die Zeit zu erinnern, in der ich mich bestens mit Blutpogo amüsiert habe.
Eine Stunde und mehrere Stürze, Tritte und Lachkrämpfe wegen Piepsis (die übrigens heißt wie eine Exfreundin von dir, noch was dass du an ihr hasst) niedlicher und hilfloser Art neben dir auf dem Boden zu liegen später, beschließt du, jetzt die Zeit beginnen zu lassen, die aus einem Wechsel zwischen Saufen, rücksichtslosem Pogen im Moshpit und noch mehr Saufen besteht.
-Ausblende-
-Filmriss-
Die Erinnerungen an den Rest des Abends verschwimmen für ein paar Stunden. Du wachst auf und bemerkst dass du auf einem dieser großen 2 Meter Lautsprecher liegst. Deine Beine und Arme hängen nach unten, dein Nacken tut höllisch weh und dein Mund schmeckt nach Aschenbecher. Die in Uniform gekleideten Schwestern rufen nach dir. Du beschließt den Aufbruch zu fordern. Ich lecke über meine Lippen, aufgesprungen, trockener Mund, ich habe Durst.
Nachdem du dich langsam und schleppend vom Lautsprecher gequält hast erinnerst du dich an verschiedene Szenen des Abends: Das koitierende Pärchen am Rand des Pits über das du gefallen bist, den kleinen "Streit" mit Madame le Piep und deinen aus Mangel an Selbstdisziplin entstandenen Suff. Hattest du ihr nicht sogar gesagt, dass du mit ihr ins Bett gehen würdest wenn sie nicht so oft mit dir reden würde? Und genau dann siehst du sie, betrunken im Arm des Metallers mit dem netten Arsch. Ich bin sie los, danke Herr.
Als sich der Rest der Gruppe wieder gesammelt hatte laufen wir wieder zurück in die Kneipe, runterkommen und dann langsam verpissen... wohin gehst du heute zum Pennen? Du denkst ernsthaft darüber nach Piepsi zu fragen im gleichen Moment beschließt du doch lieber draußen als bei ihr zu schlafen.
J. und F. (J. ist die Freundin von F.) sagen plötzlich du kannst zu ihnen. Du stimmst zu, denkst an das was du mit J. gemacht hast als F. arbeiten musste. Leider zu spät, die Zusage steht. A-Hörnchen und B-Hörnchen verabschiedeten sich auf gewohnt überschwängliche Art von der mittlerweile recht alkohlseeligen Gothicsuppe in Pink, Schwarz und Einheit. Du hinterlässt dem Plüschsofa ein Andenken durch eine glühende Zigarette im pinken Stoffwald, schleppst dich mit dröhnendem Schädel und weichen Knien zum Ausgang. Ich halte meinen Kopf gesenkt und zähle die Schritte. 3,4,5.. 34,35..
Unterwegs begegneten dir J. und F. .Beide stehen, mit Blick auf dich, nebeneinander. Es ist dunkel. Ihre Zigaretten malten hellrote Bahnen vor ihren schemenhaft erkennbaren Körpern. Sie scheinen zu schweben. So wie jeder von beiden in seiner Welt schwebt.
Hexe will dich, er will sie - du willst Schlaf.
Ohne ein Wort schnorrst du ihnen eine Kippe ab und wankst auf direktem Weg zur Straßenbahn. Es ist saukalt und du spürst jetzt schon wie in deinen Stoffschuhen die Kälte dein Bein hochkriecht. Deine Zehen werden taub. Du genießt den Schmerz der durch die Unterkühlung verursacht wird - er drückt deinen Rausch aus dir raus.
Straßenbahn. Völlig leer. Nur wir drei, sie setzt sich neben mich, er schaut mich an, ich schließe jetzt schon genervt die Augen.
Vor meinem geistigen Auge entgleist die Bahn. Der Wagen kippt langsam, fast wie in Zeitlupe zur Seite aber die Straßenlaternen rasen weiter unaufhörlich vorbei. Aufschlag.
Dein Kopf prallt gegen die Scheibe, du schmeckst kurz diesen belebenden metallischen Geschmack von Adrenalin, dein Körper stellt sich auf die Situation, die deine Augen wahrnehmen, ein. Sie fällt auf dich, dein Sichtfeld verengt sich, es wird Schwarz um dich herum.
Du kommst zu dir, etwas Warmes fließt über deinen Hals. Dein Blick schärft sich und du siehst ihre Augen - der Schreck und der Schmerz stehen ihr noch ins Gesicht geschrieben - er wird nie wieder weichen. Die warme Flüssigkeit läuft aus dem Zwischenraum zwischen ihren Schlüsselbeinen unterhalb des Halses - unnatürlich verdreht und aus der Wunde ragt eine der Stangen die den Passagieren Halt verleihen sollten. F. liegt - vielmehr ein Teil von ihm - in dem leeren Raum in dem ein Fenster der Bahn war. Der komplette obere Teil wird dort sein wo die festen Bestandteile der Bahn den Boden berühren. Jetzt erst bemerkst du dass dir nichts passiert ist. Deine Fantasie, dein Traum. Stop. Dein Erwachen.
Alles ist wie vorher. Die Bahn rattert weiter durch die Stadt auf ihren so linear vorgegebenen Bahn. J. und F. machen dich darauf Aufmerksam, dass es Zeit zum Aussteigen ist. Kalter Wind im Gesicht, Licht über der Tür, Kater im Flur, Ankunft, Gewohnte Zeremonie. Hinsetzen. Rauchen. Schweigen. Rauchen. Ausziehen. Hinlegen.
Später als du schon fast eingeschlafen warst spürst du eine Hand an deiner Seite. J. hatte sich gegen den Willen ihres Exfreundes zwischen uns gelegt. Das kann sie vergessen. Ich stehe auf und setze mich vor das Bett, nehme eine von ihren Zigaretten. Rauche bei geschlossenen Augen und genieße den Dreck den ich inhaliere.
Als ich wieder ins Bett will gebe ich ihm zu verstehen dass er mit J. nach Links rutschen soll. Er versteht nicht. Du versetzt ihm einen Tritt in die Seite. Jetzt pariert er und rollt in gewünschte Richtung.
Der nächste Morgen: Er ist in der Küche. Ich höre die eintönige Musik die ihn auch am besten beschreibt. J. versucht dich anzusprechen und zu umarmen. Ich stehe auf, ziehe mich an, reiße alle 3 Schachteln, die auf dem Tisch liegen an mich und bin weg. Sag auf wiedersehen, Objekt.
Tschüss. (artless)
 
Comments:
hübsch
 
Was immer Sie auch für hübsch halten, Herr Grr. Die Auflösung der Schizophrenie des modernen Menschen durch das Ich und das Du find ich sehr gelungen. Aber warum ist nur das Du bösartig, widerlich und ekelhaft und das ich einfach nur unbeteiligt, Herr Artless?
Weniger gelungen finde ich Linearität des Ablaufes der Geschichte. Ich plädiere ja generell für mehr Durcheinander, aber das würde hier zu weit führen. Ich für meinen Teil finds sehr gelungen.
 
an jenem abend hat das ich keine lust auf menschen gehabt, das du hat das ausgelebt und das wir vermochte nicht das alles zu verbinden.
 
gut, um nun einen etwas genaueren Kommentar abzugeben und nicht nur die erste Assoziation aus meinen Synapsen zu würgen: Nach anfänglicher Skepsis (irgendwie habe ich Ressentiments gegen Konzertbeschreibungen) wird das ganze schön flüssig, leidet aber meines Erachtens an der Ereignislosigkeit, die nicht genug ausgeweidet wurde und auf eine von mir geschätzte Meta-Ebene gehoben wurde.
So, jetzt les ich mir das nochmal durch, was ich da so von mir gegeben habe und muss eingestehen, dass das purer Nonsismus ist und ich grundsätzlich immer drauf steh', das nicht existierende Ereignis zum Ereignis schlechthin tot zu reflektieren. Nein, wie gesagt, ich find die Geschichte hübsch erzählt, auch wenn man sich den Erfurt-Einstieg eigentlich ersparen könnte. Und nur eine Bitte aus bürokratischer, kleinscheißerischer Sicht: Zahlen bis inklusive zwölf ausschreiben. Danke. Setzen.
Aber was darf ich mich beschweren? Bin auch schon wieder still, wünsche Gute Nacht und ergebe mich in Radioheads "Exit Music".
 
Okay, sehr gut. Ich hab mir jetzt nur die ersten 3 Abschnitte durchgelesen und muss sagen, du hast ein paar gute Ideen. "Du" statt "man" zu nehmen ist modern und eloquent... nur manche mögen es nie. In der realen, gesprochenen Sprache funktioniert es nur in 2/10 Fällen.

Was du allerdings falsch machst, oder sagen wir mal, was aufstößt ist dein Übermaß an Vergleichen, Abwertungen, Insidern, Kritiken. Verwässer es mehr.
Versuch konkrete "Verschnaufpausen" einzubauen - Sätze, die nur aus Wörtern und Gedänken verstehen, die man auf Anhieb kapiert, wenn es 3:15 Uhr morgens ist und man den Kopf voll Gin hat.

Ansonsten? Scheiße, es gibt nicht sowas wie DER GONZO-Stil. Es ist mehr so eine Art Ansammlung von Kniffen, und einige scheinst du schon rauszuhaben.

Gebt den Typ ein konkretes Thema und zwei Wochen Zeit. Talent hat er.
 
"Gebt den Typ ein konkretes Thema und zwei Wochen Zeit."

Das wäre allerdings eine gute Übung, wenn man "Gonzo" "üben" kann.
Aber ich würde es gerne versuchen.

Ach ja, Herr Schnee, könnte man ihren gesamten Blog irgendwie als Textdatei zugeschickt bekommen?
Das ewige durch-die-Seiten-Geklicke schafft meinen PC zu sehr, nach Fünf (Zahlen bis inclusive Zwölf ausschreiben) Seiten macht er einfach schlapp.
Die extra Belastung wenn man kein Geld für ordentliche Technik hat.


"den Erfurt-Einstieg eigentlich ersparen könnte. "
Dazu wurde mir geraten.

Man, mit so positiver Kritik hab ich nicht gerechnet, aber Danke(?).
 
Ich schick dir den Amazon-Link, wenn das Buch draußen ist :-D

Im Ernst, wenn du üben willst, versuch mal das:
1.) Komm erstmal in die richtige Weltuntergangsstimmung rein. Alkohol, Coffein, Marihuana, Tabletten und/oder Schlafentzug sind dafür nützlich.
2.) Zieh dir mal ein paar Stunden lang diese Horror-Nachrichtensender BBC, NBC und SkyNews rein. Stöber in Onlinemagazinen rum (spiegel.de zum Beispiel) und besorg dir einen Link zu einem guten Newsticker.
3.) Verballhorn irgendwann, sobald dir die Idee eines roten Fadens kommt, das ganze zu einer Story. Scheiß auf die Technik, schreib einfach drauflos. Hinterher kannst du dich immernoch um Lesbarkeit und Struktur bemühen.
 
...Ich glaub das was du schreiben wolltest hast du sehr gut hinbekommen, doch nun hat mir dieser Bericht eindeutig gezeigt das ich hier nix mehr zu suchen hab...ich kann euch noch nicht mal sagen was Gonzo für mich bedeutet, aber das ist es bestimmt nicht...z.B. Hunter, an dem wir uns natürlich nicht messen dürfen, hatte noch ein gewisses Lebensgefühl...sagt von mir aus Träume dazu...aber er wollte noch was von der Welt wissen...er nahm nicht Drogen um sich schmerzen zu bereiten oder sie abzutöten...tut mir leid, dass ich so sehr auf diesen Mann eingehe aber wenn ihr euch mit dem Titel "Gonzo-Juornalisten"schmückt darf oder muss man es jawohl...vielleicht ist es wirklich besser mein Leben als einen "Großen-Gonzo-Bericht" zu sehen, denn ich glaube es ist eine Art Lebenseinstellung und nicht einfach nur eine Ausrede Drogen zu nehemen und um Dinge zu sagen, die man sich sonst nicht traut...so und auch wenn ich jetz nich zu viel Pseydo-fach-chinesisch gelabert hab nehmt das mal bitte ernst...und kommt mir nich wieder mit den Scheiß RECHTSCHREIBFEHLERN....dann hättet ihr auch noch das letzte ansehen bei mir verspielt...
 
also Till, ich weiß nicht wieso Du Dich hier falsch oder unwillkommen fühlst. Bei aller Widerlichkeit und Exzentrik von so neurasthenischen Gestalten wie raf, grr und mir darf man nicht aus dem Auge verlieren, dass wir uns hier alle lieb haben (außer grr, der mich natürlich hasst..)

Was den obigen Text angeht, kann ich mich meinen Vorrednern im Groben anschließen. Die Anfangsschwäche müsste nicht sein. Gut gefallen haben mir aber die Perspektivenwechsel und Tempowechsel, die Schnitte und die Vermischung von angedeutetem stream of consciousness und Impressionsfetzen - nur um mal zu zeigen, wie pseudokompetentes Geschwafel klingt.
Ein Höhepunkt oder Thema vermisse ich bei der Story nicht so sehr wie meine Kollegen hier - darum gehts bei Gonzo nicht notwendig. Aber ein Bogen, der die Story abschließt, würde ihr Gewicht geben. So ist es ein etwas ausgefranster Ausschnitt aus einem weitgehend homogenen Verlauf.
Insgesamt finde ich es sehr gut, auch wenn es durchaus kürzer sein dürfte. Hab von raf schon schlechteres gelesen und auch schon produziert.

blumenkindliche Grüße

foz, sich fragend, warum er J. nicht gefickt hat.
 
OHNE HOLLAND FAHRN WIR NACH BERLIN!
 
foz, kennst du das wenn du eine frau lange zeit haben wolltest, sie endlich hattest und sie ab dann anfängt dir nach zu rennen?
dann willst du sie einfach nicht mehr, das ist wie mit dem spielzeug dass man lange haben wollte und dann in der ecke vergisst.

außerdem ist sie nicht halb so gut im bett wie sie aussieht, leider.
 
natürlich wollte ich noch nie eine Frau. Staatsmänner drängen sie mir nur immer auf, um mich milde zu stimmen. Und Frauen drängen sich mir auf, um ihren Marktwert zu erhöhen oder um ihr Ego aufzupolieren.

Nein, Arroganz wäre zu behaupten, dass ich das verdient habe.

Liebe Grüße, mit Spannung auf Deinen nächsten Artikel

foz

P.S.: jetzt wissen wir wenigstens, dass die Schweizer wirklich so doof und langsam sind.
 
geschätzter Kollege foz! Wie kommen Sie denn darauf, dass ich sie hasse? Ich hab sie doch sehr ins Herz geschlossen, obwohl ich sie nicht mal kenne.
 
ach ja, noch was. Mein lieber Till: Was genau waren die Träume von Hunter S. Thompson? Und meine Vorliebe für Rechtschreibung lass ich mir nicht nehmen. Wo kämen wir denn da hin...
 
Du lieber Himmel... in der Tat. Da ist mir wohl ein Dreher bei den Kürzeln unterlaufen - ein Indiz dafür, dass man solide journalistische Arbeit nicht immer durch Fantasie ersetzen kann.

Lieber Herr grr, selbstredend meinte ich nicht Sie! Das wäre in der Tat ein "blinder" Hass, der geradezu an den von nahöstlichen Spitzenpolitikern oder den holländischer Fußballfans (gibt´s die jetzt noch?) grenzte...

Die Vorliebe für Orthografie teilend

foz
 
Unpassend hier wie anderswo :
Wie treibt´s den Geist aus uns, wenn Körper stets im Schmerzbereich der leisen Schatten fallen?
Wenn eigene Ängste Lippen schneiden, dass sie platzen?
Im feien Feld fliegt alles schnell ins Ungebundene.
Und eigenes Statement drückt die Brücken auf den Grund.

Ich war sein Lehrer, freu mich, dass er schreibt und hoffe, dass er´s immer weiter praktiziert. Sein Denken war schon immer interessant.
Sein Schreiben scheint nicht minder hoffnungsvoll.

P.D. - 60 Jahre
 
immer diese drogensüchtigen ärzte
 
Meine lieben Freunde der Wahrheit!
So lasst uns nun zur öffentlichen Abstimmung schreiten, ob wir den geschätzten Herren in unser überschaubares Bildungsbürger-Portfolio aufnehmen. Ich bin dafür.
 
ich auch
 
Allein diese Kommentarwelle rechtfertigt schon eine Aufnahme. Willkommen an Bord.
 
Wo ist der Kontrakt, den ich mit Blut unterzeichne und in dem meine Seele offiziel an die Fädenzieher der gonzojournalistischen Elite übergeht?
 
Die Wahnvorstellungen, und Blackouts haben Sie schön herausgearbeitet, Herr Artless. Der Betäubungsmittelkonsum könnte allerdings etwas breiter gefächert sein.
 
Ich habe die ersten fünf zeilen gelesen. dann dachte ich schon, wie erzwungen ist das denn, wie oft hast du sowas schon gelesen.
dann habe ich mir gesagt, du sollst nich voreilig urteilen, und weiter gelesen.
dann kam dieser satz mit den kurzzeit bekannten etc. und dachte so, hey scheiss drauf, deine gelabber interessiert keinen, weil wir das ständig selber erleben, sowas muss man nicht aufschreiben.
Und dann noch dieses absolut pseudomäßige, vorpubertäre 'marmortisch auf den kopfschlagen, die vorstelung wäre verlockend' hört sich an, wie von einer drittklassiger deathmatel band. wobei es bei denen noch cool ist, während es bei dir nur kacke rüberkommt.

Falls irgendwer was anderes denkt, nur zu:
rthelen@gmx.net

Gruß.
 
Die Menschheit hat drittklassigen Metalbands mehr zu verdanken als man meinen mag.
 
endlich mal jemand mit ner Radikalen Meinung hier. Thx rthelen....
 
HAAAAAAAAAAALLO LEBT IHR NOCH?

SCHREIBT WAS- VERDAMMT!!
 
genau
 
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